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Neuigkeiten aus USA/Kanada
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Projekt stellt sich den Herausforderungen der zukünftigen Abgasnormen
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28 . FEB 03
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Geschäftsbereich Fleetguard Emission Solutions zur Entwicklung von Nachbehandlungssysteme für den OEM- und Nachrüsteinsatz gegründet
Während die Motorenhersteller immer stärkere Anstrengungen unternehmen, um konkurrenzfähige, zuverlässige und wirtschaftliche Motoren zu entwickeln, zu bauen und zu verkaufen, die selbst den strengsten Abgasnormen gerecht werden, gewinnt die Nachbehandlungstechnologie zunehmend an Bedeutung. Aber die Fertigung von Motoren ist nur ein Teil einer riesigen Gesamtherausforderung, denn diese müssen anschließend auch perfekt zum jeweiligen Fahrzeug und zu seiner technischer Ausstattung passen, um dort wirksam ihre Arbeit zu verrichten. Und genau hier sieht Cummins Inc. einen großen Bedarf an gebündelter Kompetenz und hat deshalb einen neuen Geschäftsbereich speziell für diesen Zweck gegründet.
Fleetguard Emission Solutions wurde geschaffen, um Systeme und Produkte zu erforschen, zu entwickeln und zu kommerzialisieren, die in mobilen und stationären Systemen zum Einsatz kommen. Dabei konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf die Nachrüstung des derzeitigen Motorenbestands mit Abgaskontrollvorrichtungen und die Entwicklung neuer Abgassystemlösungen für neue Motoren und die Produkte der OEM-Erstausrüster.
Die Entscheidung zur Durchführung dieses Projekts ist quasi ein Vorgriff auf die Abgasnormen, die künftig in den USA und in Europa erlassen werden", sagte Dan Davis, Geschäftsführer für den Bereich Vertrieb und Marketing bei Fleetguard Emission Solutions. Die Entscheidung für das Projekt fiel auf Unternehmensebene unter Mitwirkung unserer Muttergesellschaften Cummins und Fleetguard. Fleetguard Emission Solutions (FES) wurde als eigenständiger Geschäftsbereich und selbständige Marke eingerichtet und ist damit mehr als eine Marke, die unter der Aufsicht von Cummins vertrieben wird."
FES hat seinen Hauptsitz in Nashville, Tennessee und verfügt über eigene Entwicklungs- und Fertigungseinrichtungen in Stoughton, Wisconsin und im britischen Hinckley sowie über Business-Support-Einrichtungen in Columbus, Indiana, die in der Unternehmenszentrale von Cummins befinden. Mike Cross, der Vice President von Fleetguard Emission Solutions, wird das neue Projekt leiten.
Die Ziele für FES sind sehr weitläufig gesteckt, so Davis. In der nächsten Zeit werden sich für uns wichtige Chancen auf dem Markt für Nachrüstsätze ergeben, denn die bundesweiten und örtlichen Behörden werden mit Nachdruck an weiteren Initiativen zur Luftverbesserung arbeiten", sagte er. Das gilt übrigens gleichermaßen für mobile und stationäre Energieerzeugungssysteme. Außerdem gibt es bereits zahlreiche fortschrittliche Kunden geben, die von sich aus stets die sauberste Motorentechnik verwenden wollen. Schon jetzt bieten sich uns zahlreiche Chancen für die Erstausrüstung von stationären Energieerzeugungssystemen. Und die Zahl dieser Erstausrüstungsmöglichkeiten wird steigen, da sich die Abgasnormen in den USA und auf der ganzen Welt weiter verschärfen werden."
Fleetguard Emission Solutions unterteilt sich deshalb in zwei Arbeitsgruppen mit den Bezeichnungen Retrofit Group und First Fit Group. Die Retrofit Group beschäftigt sich ausschließlich mit Vorrichtungen, mit denen die Kunden ihre bereits im Einsatz befindlichen Motoren nachrüsten können. Die First Fit Group arbeitet mit den Motorherstellern und Erstausrüstern zusammen, um diesen Produkte und Lösungen bereitzustellen, die sicherstellen, dass ihre neuen Produkte bereits während der Entwicklung alle gültigen Abgas- und Emissionsstandards erfüllen.
Der Geschäftsbereich Fleetguard Emission Solutions wurde geschaffen, um gleich zwei Marktanforderungen auf einmal zu erfüllen: Zuerst nehmen wir die Nachrüstungsmöglichkeiten wahr, die sich uns zur Zeit bieten, und danach decken wir den Bedarf an Zukunftstechnologie ab, der sehr wahrscheinlich bis zum Ende des Jahrzehnts entstehen wird", sagte Davis. Derzeit sind unsere Arbeitsschwerpunkte relativ gleichmäßig zwischen beiden Arbeitsgruppen verteilt."
Aber zwischen den einzelnen Produkten zur Nachrüstung und Erstausrüstung gibt es gravierende Unterschiede. Die Nachrüstprodukte eignen sich vor allem für Reisebusse, Müllfahrzeuge und konzerneigene Firmenflotten, denn sie müssen den Abgasausstoß im Vergleich zum bisherigen Niveau nachweislich im prozentualen Bereich senken können. Erstausrüstungsprodukte müssen den Abgasausstoß hingegen nachweislich bis auf ein genau festgelegtes Niveau reduzieren, das aber wesentlich niedriger liegt.
Das weltweite Vertriebsnetz von Cummins bietet uns eine einzigartige Chance, um von der derzeitigen Bedarfssituation auf dem Markt für Nachrüstsysteme zu profitieren", sagte Cross. Zusätzlich steigern wir unsere Investitionen im Bereich Produktentwicklung, um uns dadurch schon jetzt für die nächste Abgasnormverschärfung zu wappnen. Dadurch möchten wir langfristig das Ziel erreichen, uns zum führenden Zulieferer von integrierten Abgaslösungen für die Erstausrüster zu entwickeln, und zwar nicht nur für unsere internen Kunden, sondern auch für die Motor- und Energieerzeugungsbereiche von Cummins sowie für die OEM-Erstausrüster außerhalb von Cummins."
Die Möglichkeit zur Systemintegration des Motors mit sämtlichen Nebensystemen in die vorhandene technische Umgebung ist dabei von entscheidender Wichtigkeit. Durch die neuen Abgasvorschriften müssen sich die Motorenhersteller und OEM-Erstausrüster bei der Entwicklung von Motor-Komplettpaketen gleich mit einer ganzen Reihe von Fragen auseinandersetzen, und zwar insbesondere beim Kühlsystem. Zur Produktreihe von Fleetguard Emission Solutions gehören integrierte Schalldämpfer, Diesel-Oxydationskatalysatoren (DOC), Dieselpartikel- und Rußfilter sowie selektive katalytische Reduktionssysteme (SCR) für den Einsatz in Nachrüst- und Erstausrüstungsanwendungen in Motoren, die leichten, mittelschweren und hohen Beanspruchungen ausgesetzt sind.
Bei diesen Produkten handelt es sich vorrangig um Vorrichtungen zur Reduzierung der HC-Partikel und des NOx-Gehalts im Abgas. Sie sind so konstruiert, dass sie in den Motoren der Cummins-Produktreihe von 50 bis 3000+ hp verwendet werden können. FES betonte jedoch, dass diese Produkte auch an Kunden verkauft werden, die bislang noch keine Cummins-Produkte verwenden. Langfristig gesehen plant das Unternehmen, sich auf den Erstausrüstungsmärkten für Motorsysteme, die im Jahr 2005 den EURO 4 Standard und im Jahr 2007 den EPA-Standard erfüllen müssen, eine starke Position zu verschaffen.
Zur angebotenen Produktreihe werden gebündelte Abgassysteme, Vorrichtung zur Abgasnachbehandlung und die zugehörigen Verbrauchsmaterialien gehören", sagte Davis. Bislang lag unser Schwerpunkt auf fest installierten Vorrichtungen, doch von jetzt an, werden wir uns vorrangig auf integrierte Produkte konzentrieren. Dieses Programm werden wir auf globaler Ebene umsetzen."
Der Ansatzschlüssel für Fleetguard besteht ganz einfach in der Frage, wer die Motoren oder die technischen Voraussetzungen schaffen muss, in die diese Systeme integriert werden, wer diese in Einklang mit den Abgasvorschriften bringt und wer am Ende für den damit verbundenen Nachweis- und Zertifizierungsprozess verantwortlich sein wird", fügte Davis hinzu. Das könnte je nach Ausstattungsvariante und Einsatzzweck entweder der Motorenhersteller selbst, der Fahrzeugproduzent oder sogar der Endnutzer sein."
Zusätzlich hat Fleetguard Emission Solutions ein mobiles Testfahrzeug namens Merlin entwickelt, das von den Technikern zum Testen fortschrittlicher Nachbehandlungstechnologien verwendet wird. Mit dem Merlin können unsere Ingenieure die Leistungswerte einer bestimmten Nachbehandlungstechnologie nicht nur in Echtzeit, sondern auch unter echten Betriebsbedingungen nachvollziehen. So können Sie beispielsweise testen, wie sich die verschiedenen Betriebs- und Stillstandszeiten eines Motors auf die Wirksamkeit eines in der Entwicklung befindlichen Systems auswirken oder wie sich ein bestimmtes System beim Beschleunigen des Motors am Berg verhält.
Der Merlin wurde im Rahmen eines Programms für Hochleistungslastkraftwagen entwickelt, das von der US-amerikanischen Energiebehörde finanziert wurde und seitdem bei FES eine entscheidende Rolle beim gesamten technischen Entwicklungs- und Konstruktionsprozess einnimmt.
Fleetguard unterhält neben Cummins auch starke Beziehungen zu weiteren OEM-Herstellern, und wir haben vor, auch diese wichtigen Kunden mit unseren Abgaslösungen zu versorgen", sagte Davis. Darunter befinden sich auch einige Lösungen, die man am besten als katalysator-ähnliche Vorrichtung beschreiben könnte."
Nichtsdestotrotz sind natürlich jene Lösungen die besten, die sich als Komplettsystem nahtlos in den jeweiligen Motor oder in das jeweilige Fahrzeug integrieren lassen. Fleetguard ist einzigartig gut positioniert, um derartige integrierte Lösungen zu entwickeln, denn wir verfügen über die dafür erforderliche Technologie in den Bereichen Filtration, Abgassysteme, Motoremission, Luftbehandlung, Steuervorrichtungen und Kraftstoffsysteme. Außerdem unterhalten wir wichtige geschäftliche Beziehungen zu führenden Katalysator-Herstellern."
In der Tat haben sich unsere Beziehungen zu anderen Unternehmen, die bereits seit langen erfolgreich auf dem Markt für Abgassysteme aktiv sind, für FES gleich vom ersten Tag an als wesentlicher Vorteil erwiesen. So konnte der Geschäftsbereich bereits kurz nach seiner Gründung einen gemeinschaftlichen Entwicklungsvertrag mit 3M Automotive schließen, in dessen Rahmen künftig gemeinsam fortschrittliche Technologien für die Abgas-Emissionskontrolle auf globaler Basis entwickelt werden. Die Vereinbarung soll die Stärken von 3M bei der Filtration und den zugehörigen Materialien mit Fleetguards Kompetenz bei der Filtration und Systemintegration für Dieselmotoren vereinen. Das Programm wird das Leistungspotenzial von Fleetguard und 3M auch dafür verwenden, dass beide Firmen künftig gemeinsame hausinterne Abgas-, Haltbarkeits-, Akustik- und Leistungstest durchführen können.
Die fortschrittlichen Filterprodukte enthalten Verbundstoff-Filtermedien auf der Basis von Keramikfasern, aus denen sich fortschrittliche Emissionskontrollvorrichtungen für den Einsatz in heutigen und zukünftigen Dieselabgas-Emissionkontrollsystemen fertigen lassen. Sie wurden speziell dafür konstruiert, den Ausstoß von Feststoffen (PM) und Stickstoffoxid (NOx) zu reduzieren. Diese Produkte werden von Fleetguard und 3M weltweit vertrieben und können in Personenkraftwagen, Lastkraftwagen mit mittelschweren bis hohen Beanspruchungen, Bussen sowie allen übrigen mobilen und stationären Energieerzeugungssystemen verwendet werden, die nicht für den Straßeneinsatz vorgesehen sind.
Neben 3M ist FES im Bereich der Abgastechnologie bereits weitere Partnerschaften mit anderen wichtigen Unternehmen eingegangen, unter anderem mit Johnson Matthey, Engelhard Corp., Siemens und Motorola. Johnson Matthey wird den Cummins-Händlern über FES ein breites Spektrum von nachrüstbaren Katalysatortechnologien bereitstellen und darüber hinaus bei ausgewählten OEM-Programmen von Cummins mitarbeiten.
Engelhard stellt Bauteile für Partikelfilter und Oxydationskatalysatoren bereit. Diese können auch in den Cummins-Motoren für Busse und Lastkraftwagen mit mittelschwerer Beanspruchung beim normalen Autobahneinsatz zum Einsatz kommen. Siemens wird Katalysatorbauteile für ausgewählte SCR-Produkte liefern. Motorola, ein international führender Hersteller von Kommunikationssystemen und Einbauelektronikbauteilen wird die benötigte Hardware für die fortschrittlichen Partikelfilter-Kontrollsysteme bereitstellen.
Diese Unternehmen versorgen unsere Kunden mit bewährter Technologie", sagte Davis. Ihr langjähriges Know-how und die Kompetenz von Fleetguard Emission Solutions im Bereich der Abgaskomplettlösungen und Systemintegration positionieren uns bestens, damit wir unseren Kunden helfen können, die Hürden der heutigen und zukünftigen Abgasnormen weltweit mühelos zu überwinden."
ERSTE ERFOLGSZEICHEN FÜR FES
Laut Fleetguard Emission Solutions (FES) zeigen die von Cummins getätigten Investitionen in sein neues Unternehmensprojekt für Nachbehandlungsbauteile bereits erste Fortschritte. Das Unternehmen wird auch weiterhin komplette Abgasnachbehandlungssysteme bereitstellen und erhielt gegen Ende des vergangenen Jahres bereits an die 500 neue Aufträge für Diesel-Partikelfilter aus der Region Pacific Northwest. FES hat in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Cummins Northwest Inc. die erforderlichen Systeme für verschiedene Schlüsselkunden festgelegt und liefert diese auch bereits an diese aus, darunter King County Metro Transit, die Stadt Seattle, Skagit Transit of Skagit County, Washington, die Whatcom Transit Authority in Bellingham, Washington und ARAMARK im Denali National Park, Alaska.
Dies sind hervorragende Gelegenheiten für uns", sagte Marty Chiaramonte, der globale Verantwortliche für den Nachrüstbereich von FES. Diese Chance ist jedoch nur der Beginn einer positiven Entwicklung, da wir davon ausgehen, dass sich auch in den anderen Regionen des Landes zahlreiche Interessenten für diese äußerst praktische Methode finden werden, mit der sich die Diesel-Abgasemission von bereits im Einsatz befindlichen Produkten drastisch reduzieren lässt. Johnson Matthey, unser Technologiepartner für diese Projekte, hat uns bereits hervorragend dabei unterstützt, unseren Kunden ein Produkt bereitzustellen, das ihre Bedürfnisse voll und ganz erfüllt."
Die Produkte von Emission Solutions können den Emissionsausstoß dieser Fahrzeuge um bis zu 85 Prozent reduzieren, und das ist außerordentlich bemerkenswert", sagte Dave Rudisill, Bereichsleiter für Busse bei Cummins Northwest. Wir freuen uns sehr darüber, an einer derartigen Initiative mitwirken zu dürfen, die sich derart positiv auf unsere Umwelt auswirkt."
Diese neuesten Aufträge überragen eine 400.000 US-Dollar umfassende Investition, die im Juli 2001 getätigt wurde, um den Anschub des Diesel Solutions Program der Puget Sound Clean Air Agency zu ermöglichen. Dieses Programm wurde speziell dafür entwickelt, um nachzuweisen, dass Fahrzeugflotten die Abgaswerte ihrer bereits im Einsatz befindlichen Dieselmotoren durch Nachrüstsätze wesentlich verbessern können.
Diesel Progress, Ausgabe für Nordamerika
Februar 2003
Von: Mark Mercer
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